Einrichtungsideen

5 Tipps für die preiswerte Osterdeko

19. März 2018

Gerade ist Weihnachten vorbei, gerade ist vielleicht der Umzug geschafft – und schon kommt der Frühling und das Osterfest steht vor der Tür? Aber wo war nochmal der Karton mit den Osterdekorationen, die jedes Jahr benutzt werden? Steht er vielleicht auf dem Dachboden oder dem Keller – nach dem Umzug allerdings ganz unten? Oder gibt es noch gar keine Osterdeko, weil es die erste eigene Wohnung ist? Welcher Grund auch gelten mag, ist doch jetzt eine gute Gelegenheit, sich um neue Häschen, Küken, Eier & Co. zu kümmern…

Das muss kein Vermögen kosten…

… und kunsthandwerkliche Fertigkeiten sind auch nicht nötig – einfach drauflos basteln. Hier ein paar Tipps, wie sich die (neuen) eigenen vier Wände im Nu in ein österliches Reich verwandeln.

1. Ei Ei Ei

Das gehört einfach dazu: Symbol der Fruchtbarkeit, des Lebens und in unserer Kultur untrennbar mit Osterbräuchen verbunden. Seit Generationen lieben es nicht nur Kinder, mit Eltern oder Großeltern Eier anzumalen. Wer keine Lust hat, echte Eier zu nehmen, kann leichte Basteleier kaufen. Da ist sogar schon die Schleife zum späteren Aufhängen am Osterstrauch dran. Der Klassiker ist natürlich das echte (frische und weiße!) Hühnerei. Zunächst muss es ausgepustet werden. Das Ei wird vorsichtig und sorgfältig mit Seife im warmen Wasser gewaschen, weil auf der Schale oft Salmonellen sitzen können! Dann piekt der Osterbastler mit einer Nadel oder ähnlichem oben und unten ein Loch hinein. Eines wird ein bisschen größer gemacht, mit einem Durchmesser von 4-6 Millimetern. Durch das wird ein Rouladen-Spieß oder ähnliches eingeführt, um Eigelb und Eiweiß behutsam zu verrühren. Danach geht das Auspusten durch das kleinere der beiden Löcher einfacher. Wer besonders hygienisch arbeiten möchte, nimmt einen Stromhalm. Auf jeden Fall sollte Mundkontakt mit der Eierschale, insbesondere durch Kinder, vermieden werden (siehe oben, falls doch noch gefährliche Salmonellen auf der Schale sitzen). Ob „oben oder unten“ ausgepustet wird, ist unter führenden Osterdeko- und Auspuste-Experten umstritten. Dann werden die Eier im Wasserbad vorsichtig von innen gereinigt. Nun gibt es erstmal Rührei oder Kaiserschmarrn, bevor es frisch gestärkt an den größten Spaß, das Bemalen, geht! Vor dem Gestalten wird eine Fadenschlaufe mit einem halben Streichholz verknotet. Damit das Band nicht vom Hölzchen abrutscht, wird ein rauer Faden benutzt. Die Streichholzhälfte kann zudem mit einem Messer ganz leicht in der Mitte eingekerbt werden. Nun wird das Streichholz wird ins obere Loch gesteckt und verkantet sich beim Anziehen der Schlaufe. So können die Eier zum Bemalen angefasst sowie später auch gleich aufgehängt werden.

 

 

2. Der Osterhase als bunter Pappkamerad

Er gehört in jeden Osterhaushalt: Meister Langohr, der in einem Korb die Eier bringt. Statt Standard-Häschen im Drogerie- oder Einrichtungsmarkt zu kaufen, kann auch hier selbst Hand angelegt werden: Einfach auf weißem Pappkarton Hasen zeichnen (selbst oder Vorlagen aus dem Web suchen, mit oder ohne Eierkorb, je nach Geschmack) und ausschneiden. Möglichst in verschiedenen Größen, das sieht dann nachher beim Aufstellen als Gruppe schöner aus. Wer keine Zeit oder Lust hat, robusten weißen Karton zu kaufen, klebt einfach normales Blanko-Schreibpapier auf alte Umzugskartons (auf unbedruckte Flächen, da Schrift oft durchscheint). Die Hasensilhouette wird ausgeschnitten. An die untere Seite kommt etwa mittig ein rund drei Zentimeter langer, senkrechter Schnitt. In den wird dann später ein etwa handlanges, aber genau drei Zentimeter breites Stück Pappe als Ständer gesteckt: Das gibt dem 2-dimensionalen Osterhasen den nötigen Seitenhalt gibt. Nun fängt es an Spaß zu machen: Die österlichen Nagetiere werden nach allen Regeln der Kunst (oder Freestyle) gestaltet. Jedes Familienmitglied, oder auch jeder Gast, kann seinen „eigenen“ Papphasen gestalten: Mit Filzstift, Wasser- und Plakafarbe, Glitter, Moosgummi, Filzresten, Buntpapier und Kleber entstehen individuelle Kreationen: Während Oma ihren Hasen vielleicht klassisch braun mit hübschem Schleifchen anmalt, gestaltet Papa einen Mümmelmann in den Farben seines Lieblingsfußballvereins, und die kleine Tochter bastelt einen rosaroten und mit Glitzerstaub verzauberten „Einhorn“-Hasen.

3. Den Küken ein Häuschen bauen

Die niedlichen flauschig-gelben Küken aus Chenillegarn erhalten Sie für wenig Geld in vielen Geschäften oder im Web. Für viele Deko-Fans gehören Sie genauso auf den Ostertisch wie Eier und Hase. So wird den kleinen Piepmätzen ein grandioser Auftritt verschafft: Sie werden nicht einfach auf Tisch oder Fensterbank gestellt (meist fallen sie mit ihren kleinen Plastikbeinchen ja sowieso dauernd um). Stattdessen werden die Kinder beauftragt, einen richtigen Hühnerkindergarten zu bauen. Dazu genügt ein alter, möglichst heller, kaum bedruckter Karton ohne Deckel. Etwa in der Größe eines Schuhkartons. Wer jüngere Kinder hat, hilft beim Ausschneiden einer kleinen Tür und vieler Fenster. Alles andere können die meisten Kleinen super selbst erledigen: Als Bodenbelag dienen ein bisschen Stroh, Heu oder Moos. Darin können die Küken auch wunderbar platziert werden, ohne dauernd auf die Seite zu fallen. Dann wird der Kükenkindergarten von außen und innen bunt bemalt oder mit Resten von farbigem Papier beklebt. Die Kids können sich Spielgeräte für die gefiederten Kleinen ausdenken: zum Beispiel aus Pappe eine kleine Rutsche an der Wand des „Hauses“ ankleben, oder eine Klorolle bunt bekleben und daraus einen Kriechtunnel gestalten… Die Kinder werden sicher noch viel mehr Ideen haben.

4. Was liegt denn da im Nest?

Die meisten, die in ein Haus mit Garten ziehen, haben keinen Golfrasen. Häufig haben sich insbesondere an schattigen Plätzen dicke Moosbüschel angesiedelt. Vertikutieren kann man ja immer noch – erstmal werden einige Büschel ausgerissen und von der Erde befreit. Daraus lassen sich in wenigen Minute einige hübsche Nester bauen: Dazu wird das Moos einfach mit den Händen zu gleichmäßigen Ringen mit 15-20 Zentimentern Außendurchmesser geformt. Größere sehen oft zu zerfleddert aus, bei kleineren kommt die Nestoptik nicht richtig „rüber“. Die Osternester machen sich draußen besonders gut, um am Ostersonntagmorgen blitzschnell Schokoladeneier für die Familie zu verstecken. Viel Spaß beim Suchen! Drinnen werden die Nestchen einfach auf einen alten Blumentopfuntersetzter gesteckt – und können jetzt auch noch mit kleinen Deko-Eiern aus Holz, Stoffblümchen und ähnlichem verziert werden.

5. Österlicher Blumengruß

Ostern ist das christliche Fest der Auferstehung Jesu, und symbolisiert auch das Frühjahr – das Erwachen der Natur und der Lebensgeister. Fast alle Menschen freuen sich nach einem langen dunklen Winter über Frühblüher wie Krokus, Märzbecher (wenn Ostern sehr früh im Jahr ist) und natürlich über die kräftig-gelben oder samtig-gelbweißen Narzissen. Kein Wunder, dass sie auch Osterglocken genannt werden. Für wenig Geld gibt es zu dieser Jahreszeit fast überall Narzissen. Die können Dekofans zum Beispiel nicht als kostspieliges Blumenarrangement, sondern einfach als Topfpflanze mit Zwiebel kaufen. Die Narzissen (oder auch andere Frühlingsblumen) werden einfach mit einem persönlichen „Übertopf“ verschönert: Zum Beispiel wird der Plastiktopf mit einer gelben Pappe umrollt. Die wird dann mit Osterstickern beklebt oder mit einem launigen, persönlichen Osterspruch beschrieben. Sicher finden sich auch noch alte Körbe, bunte Eimerchen oder ein klassisch-schöner Tonblumentopf. Wer mag, kann die Blumenerde mit Moos abdecken. Kleine Papierhasen oder Eiermotive aus Pappe ausgeschnitten werden an Schaschlikspieße geklebt und in den Topf gesteckt – das ist sicher nicht so perfekt wie im Floristenfachgeschäft, aber die individuelle Osterdeko oder das persönliche Ostergeschenk!

 

 

Quelle der Fotos ist:

© panthermedia.net / Barbara Neveu (1)

© panthermedia.net / choreograph (2)

© panthermedia.net / alexraths (3)

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