Allgemein | Tipps rund um den Umzug

Kleidung und Wäsche für den Umzug vorbereiten und verpacken

8. Februar 2021

Wer umzieht, packt oft fleißig Kartons und Umzugskisten, verstaut Bücher, polstert empfindliche Gegenstände aus oder schlägt sie mit Zeitungspapier ein. Zudem werden Regale, Kommoden und Kleiderschränke so weit möglich zerlegt – aber Moment, der Kleiderschrank ist ja noch voll mit T-Shirts, Hosen, Hemden und Wäsche! Natürlich kann es ganz schnell gehen, die Klamotten zu verpacken – indem sie einfach in ein paar große Plastiksäcke gestopft oder in Umzugskartons gepackt werden. Das ist aber nur teilweise zu empfehlen. Empfindliche Kleidungsstücke, Blazer, Büroanzug oder Hochzeitskleid können leiden. Zudem ist es nicht sehr motivierend, am neuen Wohnort die Kleidung zerknittert aus der Tüte oder staubig aus dem Karton zu nehmen.

Hier finden Sie 5 Tipps aus eigener Erfahrung von 10 Umzügen, wie Sie entspannt mit Kleidung,  Wäsche und anderen Textilien umziehen:

1. Waschen

Planen Sie rechtzeitig vor dem Umzug ein bis zwei „Waschtage“ ein. Falls sich Wäscheberge türmen, können Sie die ruhig schon einige Wochen vor dem Umzug waschen. Dann brauchen Sie kurz vorher nur noch ein, zwei Waschmaschinen laufen lassen. Denn es ist unschön, mit einem Korb voller Schmutzwäsche umzuziehen. Bitte bedenken Sie auch, dass es unter Umständen ein paar Tage dauern kann, bis die Waschmaschine am neuen Wohnort angeschlossen ist. Wenn Sie rechtzeitig anfangen, können Sie sogar noch ihre Bügelwäsche tiptop für den Umzug vorbereiten. Denn die ersten Tage in der neuen Wohnung sind oft sehr arbeitsreich, wenn es darum geht, Kartons auszupacken, Möbel aufzubauen, Lampen anzuschließen und so weiter. Dann ist die Zeit, Motivation und Kraft, die Oberbekleidung für den Start in der (vielleicht neuen) Firma zu bügeln, oft nicht vorhanden…



2. Trocknen

Eigentlich ist es ja klar, dass man nur mit trockenen Textilien umzieht… Aber bei manchem Umzügen, bei denen der Autor beteiligt war, hatte es zeitlich nicht hingehauen: Ein Teil der gewaschenen Kleidung wurde nicht mehr rechtzeitig trocken. So musste die feuchte (und schwere!) Waschmaschinenladung in einen Plastiksack verfrachtet werden. Dann mussten in der neuen Wohnung beziehungsweise im Wäschekeller gleich Trockenleinen aufgehängt wurden – ein unnötiger Stress. Noch schlimmer wäre es, sie zu lange im Plastik- oder Wäschesack zu lassen. Dann würde die nasse Wäsche beginnen, zu „müffeln“

3. Aussortieren

Wie beim anderen Hausrat auch, gilt: Möglichst nicht mit alten oder nicht mehr genutzten Dingen umziehen! Das heißt, so viel auszusortieren wie möglich. Packen Sie beherzt die nicht mehr getragene oder nicht mehr geliebte Mode und Wäsche auf einen Haufen. Verpacken Sie die (gewaschene) Wäsche in Plastiksäcke und bringen Sie sie zu einem Altkleider-Container. Da sich der Modegeschmack ja meistens nicht innerhalb weniger Tage ändert, können Sie diese Arbeit schon einige Wochen vor dem Umziehen durchführen. So entlasten Sie sich für die ohnehin arbeitsreichen Tage unmittelbar vor oder beim Umzug. Denken Sie beim Aussortieren bitte auch an Wäschekartons, Truhen oder Säcke, die vielleicht auf dem Dachboden oder in der Abseite lagern.

4. Verpacken

Stapelwäsche wie Unterhemden, Slips, Handtücher, Bettbezüge und Laken können stapelweise in Kartons gepackt werden. Im Idealfall so gründlich, dass Sie beim Einzug und Einräumen nicht jedes einzelne Teil neu zusammenlegen müssen. Was hingegen gar nicht oder sowieso neu gelegt werden soll, kann einfach in Plastiksäcken verstaut werden. Oder, noch besser, in Textil- und Wäschesäcke (darin kann die Wäsche etwas „atmen“). Bitte auch zubinden und, bei vielen Säcken, mit einem Papieranhänger versehen und beschriften. Die Kleidungssäcke mit unempfindlichen Haustextilien können Sie zudem gut zum „Auskoffern“ im Umzugsfahrzeug nutzen – um zum Beispiel Leerräume zwischen Stehlampe und Kommode zu polstern und so Hin- und Herfallen zu vermeiden. Falls Sie einige Kleidungsstücke zunächst einlagern möchten, verpacken Sie sie bitte mit Lavendelsäckchen. Die bieten mit ihrem Duft für einige Monate einen natürlichen Schutz gegen Mottenbefall. Wer Lavendel im Garten oder auf Fensterbank hat, kann diesen Mottenschutz einfach und billig selber machen: Einfach Lavendelzweige mit Blüten kleinschneiden, ausgiebig trocknen und in unbenutzte, papierne Kaffeefilter oder kleine Stoffsäckchen packen.

5. Hängen

Etwas mehr Aufwand ist nötig, um hochwertige Oberbekleidung für den Umzug vorzubereiten. Im Idealfall bleiben Kleider, Anzüge, Blazer, Oberhemden für die gesamte Dauer des Umzugs auf dem Bügel hängen. Möglichst werden sie also hängend und ohne Druck transportiert. So verknittern und verschleißen Sie nicht. Nun hat nicht jeder einen rollbaren Kleiderständer, wie sie viele Modeunternehmen für ihre Shops und LKWs nutzen. Aber Sie können die besonders edlen Teile Ihrer Garderobe in Ihrem Auto an den Griffen oberhalb der Fondtüren aufhängen – viele machen das ja auch, wenn Sie die Lieblingsgarderobe aus der Textilreinigung abholen. Möglichst schützen Sie die guten Stücke vorher mit Folie vor Regen und Schmutz. Dazu könnten Sie die Folien, mit denen die Textilreinigungen meist die Kleidung umhüllen, aufbewahren. Die etwas weniger exklusiven Stücke, die aber auch möglichst hängen bleiben sollen, können Sie vorsichtig zusammenlegen und ohne Druck in einen (gesondert beschrifteten) Karton packen. Oder sie lassen die Kleidungsstücke am Bügel und legen Sie behutsam aufeinander – bitte nicht in den Umzugstransporter, sondern zum Beispiel auf die Rückbank Ihres PKWs. Legen Sie möglichst nicht zu viel Hängeware aufeinander (Knittergefahr) und sorgen Sie bitte dafür, dass die Kleidung beim Fahren nicht verrutscht.

 

 

Bildquelle: freepik (lookstudio/user18526052)

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