Einrichtungsideen

Kleiner Raum ganz groß – dank der Farbtipps für enge Räume

7. August 2018

Ziehen Sie in ein WG-Zimmer mit wenig Fläche, in eine Wohnung oder ein schnuckeliges, kleines Haus mit ebenso kleinräumigen Zimmern? Das ist sicher gemütlich, kann aber auch ein bisschen beengend wirken. Vielleicht haben Sie sich auch schon über eine zweckmäßige sowie hübsche Einrichtung Gedanken gemacht, die nicht allzu viel Platz beansprucht? Bevor Sie die Wohnung einrichten, nehmen Sie sich bitte etwas Zeit für die farbliche Gestaltung von Wänden und Decke. Denn mit kreativen Farbideen können Sie für optische Effekte sorgen, die Ihre kleinen Wohnräume deutlich größer erscheinen lassen – ohne dass die Gemütlichkeit, die manch kleine Räume in besonderer Weise bieten, verlorengeht. Dabei brauchen Sie nur Farbe, Rolle, Abtropfgitter und Eckenpinsel, Abdeckfolie oder Zeitungspapier, um die meisten der Tipps in die Tat umzusetzen. Das können Sie in der Regel auch in einer Mietwohnung – sofern Sie sicherstellen, dass Sie beim Auszug alles wieder in den Ursprungszustand (meist weiß) bringen können.

© panthermedia.net / hydromet

Hier finden Sie unsere Top 5 Tipps für die farbige Gestaltung kleiner Zimmer

1. „Schwarzes Loch nein danke“ – helle Farben auswählen

Grundsätzlich wirken kleinflächige Räume größer, wenn sie in hellen Tönen gestrichen werden: häufig komplett in Weiß, oder gern auch in sanften Pastellfarben für die Wände. Die Decke streichen die meisten Bewohner immer in Weiß. Eine weiße Wand- und Deckenfarbe ist oft angenehmer anzuschauen, wenn sie minimal abgetönt oder bereits als „Altweiß“ gekauft wird. Wenn Sie noch eine andere Farbe verwenden, können Sie das Weiß mit einer (sehr geringen!) Dosis dieser Farbe ganz leicht tönen – dann wirken die Übergänge zur eventuell farbigen Wand harmonischer. Zudem empfehlen Wohnexperten, Fenster, Nischen und Erker in engen Räumlichkeiten unbedingt hell zu streichen. Für welchen Farbton Sie sich entscheiden, machen Sie sicher von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig – und von der Nutzung des Raumes. Für kleine Schlafzimmer eignet sich möglicherweise ein beruhigendes Pastellgrün oder ein romantisches Rosa, während das enge Bad eventuell mit hellblauen Wänden zur Wohlfühloase wird.

2. Für ganz Mutige oder Retro-Fans – die kultige Fototapete

Dieses Gestaltungselement muss man mögen: Falls Sie ein Fotomotiv an der Wand anbringen, sollte es nur an einer geschehen. Sonst wirkt es leicht überladen. Einige Motive auf Fototapeten eignen sich für kleine Räume – zum Beispiel, wenn sie einen weiten Strand, eine bis zum Horizont reichende Wiese oder sogar die unendlichen Weiten der Milchstraße zeigen… Bitte bedenken Sie dabei: Ein stark auffallendes Motiv können sich die Bewohner schnell „übersehen“. Und ein einfaches Übermalen ist nicht möglich. Meist müssen Wände mit Fototapeten abgekratzt und neu tapeziert werden, wenn das Motiv nicht mehr gefällt. Auch ist es nicht immer leicht, Möbel vor ein Tapetenmotiv zu stellen, ohne die Wirkung abzuschwächen. Wieder im Trend sind in den letzten Jahren hochwertig gestaltete Mustertapeten. Die machen im Flur oder in der großen Wohnlounge oft einen guten Eindruck – in kleinen Räumen sind sie nicht zu empfehlen.

© panthermedia.net / Markus W. Lambrecht

3. Weniger ist mehr: nicht zu viele Farbtöne

Insbesondere in kleinen Räumen sollten die Wände maximal in zwei unterschiedlichen Farben gestrichen werden. Denn zu viele Farbeffekte überfordern den Betrachter auf wenigen Quadratmetern – sie machen den Raum unruhig. Das geteilte Streichen von Wänden in zwei Farben (vertikal oder horizontal) ist in großen Wohnzimmern oder Küchen eine beliebte Wohnidee. In kleinen Räumen ist es eher nicht zu empfehlen. Zwei wichtige Hinweise, die sich in vielen Webforen finden: Wenn Sie mehrere Farben einsetzen möchten, sollten diese alle einer ähnlichen Farbgruppe angehören. Das heißt, dass Pastelltöne niemals mit kräftigen Tönen gemischt werden sollten – selbst wenn Sie nur einen kleinen Schuss der Farbe in die weiße Grundfarbe geben. Häufig wird eine Wand farbig angemalt, während die anderen geweißelt werden.  Möchten Sie zwei Wände mit der Farbe versehen und die anderen beiden weiß lassen? Dann sollten die beiden Color-Wände einander gegenüber liegen.

4. Nicht nur enge, sondern auch niedrige Räume? Flache Möbel anschaffen und Decke absetzen

Insbesondere bei kleinen Räumen, deren Deckenhöhe auch noch niedrig ist, empfehlen Einrichtungsprofis: Die Möbel sollten möglichst flach sein. So wirkt die Wand darüber im Auge des Betrachters sehr hoch. Zudem sollte das Weiß der Decke etwa fünf bis zehn Zentimeter auf der Wand fortgeführt werden, wenn die Wand in einer anderen Farbe gestrichen wird. Das lässt die Decke höher wirken.

5. Heizkörper verschwinden lassen – und in Wandfarbe streichen

Heizungen, an der Wand angebrachte Sicherungskästen sollten exakt in dem Ton angemalt werden, in dem auch die Wand koloriert wird. Dies empfiehlt sich auch für Podeste aus Holz- oder Rigipsplatten, unter der sich zum Beispiel Haustechnik verbirgt. Falls Sie dafür Lacke statt Wandfarben benötigen, können Sie in Baumärkten den passenden Ton anmischen lassen.

Haben Sie weitere Ideen und Praxistipps? Die Leser dieser Tipps und wir freuen uns darauf!

Übrigens – bei einfachen Mal- und Tapezierarbeiten können Sie sich von studentischen Umzugshelfern unterstützen lassen.

Wir wünschen viel Spaß beim Gestalten und ein schönes Leben!

 

 

Quelle der Fotos ist:

© panthermedia.net / Barbara Stolzer (1)

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