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Hatschi! Auf in die neue Wohnung? Aber bitte mit guter Luft, mit wenig Pollen und Hausstaub!

18. April 2018

Niesen, rote Augen bis hin zu starken Beschwerden wie Bronchitis oder Asthma – leiden Sie, Ihr Partner oder Ihre Kinder unter einer Atemwegsallergie, die durch mikroskopisch kleine Partikel in der Atemluft verursacht wird? Sicher sind Sie in ärztlicher oder heilpraktischer Behandlung, nutzen Therapiemöglichkeiten wie eine Desensibilisierung („Impfungen“), Antihistamin-Tabletten, Nasen- oder Bronchialsprays, Augentropfen oder Globuli. Auch, wenn diese medizinischen Maßnahmen Linderung verschaffen: Allergiker tun gut daran, die Allergene zu meiden. Bei der Auswahl, Einrichtung und dem späteren Leben in der neuen Wohnung kann der Kontakt mit den allergieauslösenden Substanzen so weit wie möglich vermieden werden.

Hier einige Tipps:

„Heuschnupfen“ und ähnliche Pollenallergien

Sie sind oft auf die Blütezeit bestimmter Pflanzen beschränkt. Das ist schon schlimm genug, denn ob Frühblüher wie Haselnuss oder Sommerblüher wie Roggen – die Beschwerdezeit dauert oft mehrere Wochen oder Monate. Wenn Sie es nicht ohnehin wissen oder leider auch sofort merken, erhalten Sie im Radio und im Internet meistens auch für Ihren Wohnort Pollenflughinweise.

Wer gegen verschiedene Gräserpollen allergisch ist, kann zum Beispiel (je nach Witterung und Wohnort) sogar fast durchgängig von Mai bis September leiden. Nun werden Sie deshalb nicht nach Helgoland ziehen können – Deutschlands einzige Hochseeinsel lässt Pollenallergiker fast ganzjährig befreit durchatmen. Aber es lohnt sich schon, die Umgebung zu prüfen, bevor Sie Ihr neues Domizil aussuchen, insbesondere wenn Sie Ihre Großstadtwohnung gegen ein Haus im Grünen eintauschen möchten.

Wenn eine Region von Viehweiden geprägt ist, werden Gräserpollen-Allergiker zwangsläufig in Kontakt mit Pollen kommen. Selbst in einer ländlichen Siedlung oder zwischen Weinbergen, Wäldern und Maisfeldern reichen Wiesen in einigen hundert Metern Entfernung, um mit ein bisschen Wind für hohe Pollenkonzentrationen in der Luft zu sorgen. Aber trotzdem möchten sie schön ländlich wohnen? Dann helfen die bewährten Tipps:

– In der Hauptpollenzeit sollten Sie die Fenster geschlossen halten – vor allem frühmorgens, wenn der Pollenflug in der Regel am stärksten ist. Leider „müssen“ Sie auch am frühen Morgen darauf verzichten, von einem gut hörbaren Vogelkonzert geweckt zu werden – bitte schlafen Sie in der Hochzeit des Pollenflugs nicht mit gekipptem Fenster.

– Am Abend, vor dem Zubettgehen, empfiehlt es sich, die Haare zu waschen. Denn darin haben sich tagsüber viele Pollen gesammelt. Ziehen Sie Ihre Kleidung außerhalb des Schlafzimmers aus, damit sich die Pollen darin nicht nachts in der Atemluft rund um Ihr Bett verteilen.

– Versuchen Sie in dieser Zeit ganz besonders, Stress und Sonnenlicht zu vermeiden: Beides kann die allergischen Reaktionen des eigenen Körpers verstärken.

– Während der Blütezeit „ihrer“ Allergiepflanzen sollen Sie sich möglichst wenig draußen aufhalten. Das gerade im Frühjahr und Sommer schwer (und leider sind nicht immer vier Wochen Urlaub an der pollenarmen Nordseeküste oder im Hochgebirge möglich…). Vermeiden Sie in den Spitzenzeiten des Pollenflugs körperliche Anstrengungen im Freien – vor allem Rad-, Cabrio- oder Motorradtouren oder Sport im Freien. Wenn Sie nicht auf Ihre geliebte Gartenarbeit, auf Ihre Joggingrunde oder Ihren Spaziergang verzichten möchten: Versuchen Sie, abends nach draußen zu gehen. Dann schließen die Pflanzen ihre Blüten und verteilen weniger Pollen in der Luft. Eine nicht ganz einfach zu handhabende Alternative sind Pollenmasken. Sie können aber nach einer Eingewöhnungszeit durchaus ein wertvoller Begleiter sein. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker…

Übrigens: Es gibt Bauern und natürlich auch Bauarbeiter, die unter starkem Heuschnupfen leiden. Denen sind „komische“ Blicke anderer sicher egal – wenn sie zumindest zeitweise am Tag diese Masken tragen, um mit möglichst wenig Beschwerden ihrer Arbeit nachgehen zu können…

Tierhaar-Allergien

Viele Menschen reagieren auf Substanzen und Ausscheidungen, die zum Beispiel durch Katzen- oder Hundehaare „transportiert“ werden, allergisch. Da scheint es klar, nicht in eine WG oder ähnliches zu ziehen, in der ein Kater oder ein bellender Vierbeiner bereits „Hausrecht“ hat. Denn eine Trennung innerhalb einer Wohnung, wenn es zum Beispiel ein tierfreies Zimmer gibt, reicht meist nicht aus. Manche Tierhaar-Allergiker müssen schon niesen, wenn Sie in Mehrfamilienhäusern Nachbarn im Treppenhaus treffen, die ihren Liebling zum Gassigehen ausführen.

 

Zwar können und wollen Neumieter es ihren Nachbarn in der Regel nicht „verbieten“, ein Haustier zu halten oder sich eines anzuschaffen. Aber trotzdem lohnt es sich, die Haustierdichte im neuen Mietshaus vorher zu sondieren…

Wenn Sie hinaus aufs Land ziehen, werfen Sie auch einen Blick auf die Nachbarhäuser – damit Sie den Mietvertraghttps://studenten-umzugshilfe.com/2017/05/29/kuendigung-des-mietvertrages-beim-umzug/ nicht schon bald hustend und niesend wieder kündigen müssen… In manchen Regionen kommt der Wind fast konstant aus einer Richtung, zum Beispiel in Norddeutschland häufig aus Richtung Westen. Da können vom nur achtzig Meter westwärts von Ihrer Wohnung gelegenen Reiter- oder Bauernhof Allergene hinüberwehen… (und natürlich auch Gerüche, falls Sie das stört).

Allergien „gegen Hausstaub“

Diese Allergie ist besonders tückisch: Denn in fast allen vier Wänden ist Hausstaub nicht ganz zu vermeiden. Sie wird durch die Ausscheidungen von Milben verursacht, die sich wiederum von winzig kleinen Hautpartikeln, die jeder Mensch verliert, ernähren. Neben Atemwegsbeschwerden leiden Betroffene häufig auch unter Rötungen der Haut und Juckreiz. Die Milben gibt es fast überall, wo Menschen wohnen. Wie stark der Mensch dem Allergen ausgesetzt ist, kann beeinflusst werden: zum Beispiel durch eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen, regelmäßiges Stoßlüften sowie spezielle Matratzen, Kopfkissen oder Bezüge. Alle Textilien, die es vertragen, sollten 60 oder wenn möglich sogar 90 Grad heiß gewaschen zu werden, um die aktuelle Milbenpopulation zu dezimieren. Auch eine ein- bis zweitägige Kühlung im Gefrierbereich kann Milben in textilen Materialien abtöten.

Zudem sollten sich zumindest im Schlafzimmer keine starken Staubfänger befinden: Dazu gehören offene, mit Bücher, Kleidung oder Krimskrams bestückten Regale, herumliegende „Klamotten“ und leider auch die geliebten Staub-, pardon, Stofftiere. Staubsaugen ist häufig nötig – mit einem Staubsauger, der über Hausstaubfilter verfügt. Möglichst wird die Wohnung von einem Familienmitglied gesaugt, das nicht allergisch ist. Glatte Böden, Schränke, Regale und so weiter sollten nicht mit Feger oder Staubwedel, sondern mit Feudel oder feuchtem Tuch gereinigt werden.

+Von A wie Augsburg bis Z wie Zwickau …

Wir wünschen Ihnen ein tiefes, möglichst befreites Durchatmen in Ihren neuen vier Wänden!

 

 

 

Quelle der Fotos ist:  © panthermedia.net / choreograph (1) © panthermedia.net / limpido (2)

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