Tipps rund um den Umzug

Romantische Wohnung – im Altbau unterm Dach? Hilfreiche Tipps zum Umziehen und Wohnen ohne Fahrstuhl

4. April 2018

Ziehen Sie allein oder mit Ihrem oder Ihrer Liebsten in eine kuschelige „Bude“ mit gemütlichen Dachschrägen? Einzige Herausforderung dabei ist aber, dass sich dieses Dach im vierten oder fünften Stockwerk befindet? Und bei der Besichtigung waren Sie so euphorisch, dass Sie mühelos die Treppe hinaufgespurtet sind? Wer braucht schon einen Fahrstuhl, wenn Sie und Ihr Partner vielleicht Ihre kleine Traumwohnung für die nächsten Jahre gefunden haben? Nachdem der Makler oder Vermieter dann anrief, dass Sie den Zuschlag für dieses Liebesnest bekommen haben, knallte vielleicht erstmal der Sekt- oder Champagnerkorken? Nachdem der erste Freuden- und Brauserausch verflogen ist, denken Sie so langsam an den bevorstehenden Umzug. Es sind ja nur ein oder zwei Zimmer! Aber Moment – über ein kleines Manko haben Sie ja hinweggesehen. Schließlich sollte es ein schöner Altbau sein, und dann auch noch bezahlbar. Und dieses Gründerzeithaus hat keinen Fahrstuhl?

Da werden auch ein Bett, ein paar Möbel und ein paar Dutzend Kartons schnell zum Rückenschreck. Was also tun, damit das Umziehen in eine Wohnung ohne Fahrstuhl kein Stress wird. Und damit Sie auch nach erfolgreichem Umzug noch fit genug sind, Wasser-, Bier- oder Weinkisten nach oben zu schleppen, für die Einweihungsfeier und den Alltag?

Hier finden Sie 4 Tipps – allesamt in der Praxis bewährt:

1. Zerlegen, zerlegen, zerlegen

Auch wenn es bei der Vorbereitung etwas mehr Arbeit bereitet und einige Gänge mehr nötig sind: Die Bandscheiben aller Umzugshelfer werden es Ihnen danken, wenn Sie die einzelnen „Portionen“ zum Hochtragen nicht zu schwer werden lassen. Und wenn Sie nicht zu sperrig sind. Denn dann muss sich der oder die Träger verrenken, und das Umzugsgut wird unter Umständen beschädigt. Außerdem hinterlässt es keinen guten Eindruck, wenn das schöne Jugendstiltreppenhaus nach Ihrem Umzug voller Kratzer ist… Nehmen Sie aus diesen Gründen alle Möbel soweit es geht auseinander. Bei modernen, einfachen Selbstbau-Regalen, Bettgestellen und ähnlichem ist das meist relativ einfach. Auch alte, vom Tischlermeister gefertigte Möbel können häufig einfach zerlegt werden: Die Aufsätze von Anrichten sind oft lediglich mit Zapfen mit dem unteren Teil verbunden. Bei jedem Umzug sollte es zudem selbstverständlich sein, alle Schubladen nicht nur leerzuräumen, sondern auch herauszunehmen. Manche Umzügler lassen sie drin und sichern sie mit Klebeband gegen das Herausrutschen. Das kann nicht nur wegen des Gewichts kritisch beim Hochtragen werden. Beim Abziehen der Klebebänder kann die Oberfläche Schaden nehmen! Türen von Schränken und Kommoden können meistens auch leicht abgenommen werden.

2. Containerprinzip

Was irgendwie passt, sollte in einen Umzugskarton. Denn er ist gut anzufassen und zu tragen. Insbesondere, wenn die Umzugshelfer durch das Rauf und Runter über viele Treppenstufen belastet sind, nervt es, wenn Lampenkabel und ähnliches herunterbaumeln. Außerdem erhöht es die Stolpergefahr! Manche Umziehenden befestigen die zu einem Möbelstück gehörenden Schrauben, Dübel und mehr auch in einem Plastikbeutel mit Klebeband an einem der Möbelteile. Das ist praktisch, um sie beim Aufbau schnell wiederzufinden – aber hinderlich beim Tragen. Falls sich die Tüte zudem beim Tragen am Treppengeländer verhakt und aufreißt, wird der ganze Inhalt im Treppenhaus verteilt… Deshalb: Bestellen Sie lieber ein paar Umzugskartons mehr. Dann haben Sie auch genügend Stauraum für Teile, die man bei einem ebenerdigen Umzug locker in der linken Hand tragen würde…

3. Vergatterung!

Ein Begriff aus der Bundeswehrsprache, der das „Einnorden“ einer Wachmannschaft beschreibt. Werber würden es „Briefing“, Fußballtrainer „Ansage“ nennen. Kein Scherz: Vergattern Sie Ihre Umzugshelfer. Natürlich nicht militärisch autoritär, sondern freundlich und motivierend. Bitten Sie die fleißigen Helfer vor allem darum, auf Ihre Kondition, Kraft und Gesundheit zu achten. Dazu gehört zum Beispiel, sich nicht zu überladen, bevor es 50 Stufen hinauf geht. Das Hinuntergehen ist natürlich entspannter. Aber dabei sollte möglichst eine Hand am Geländer sein. Analog zu Bergsteigerregeln sollte außerdem jedem klar sein: Der beladene Umzugshelfer hat „Vorrang“. Wer beim Auszug leer hinauf oder beim Einzug leer hinab geht, weicht aus…

4. Kondition nicht überschätzen – planen Sie mehr Umzugshelfer als zunächst gedacht

Während manche Umzugshilfen Ihre Kraft überschätzen, zum Beispiel beim Bücherkarton oder beim Konzertpiano, werden bei „treppenreichen“ Umzügen oft Kondition und Kreislauf unterschätzt. Es ist eben doch etwas Anderes, am Sonntagmorgen x-mal treppauf und treppab zu laufen, als im Fitnessstudio auf dem Stepper zu hüpfen. Zudem noch schwer beladen! Deshalb ergänzen Sie Ihr privates Team gegebenenfalls mit studentischen Umzugshilfen! Das ist günstiger als Sie denken mögen – fordern Sie kostenlos und unverbindlich hier ein Angebot an.

 

 

 

Quelle der Fotos ist:  © panthermedia.net / Lev Dolgachov (1)  © panthermedia.net / Lev Dolgachov (2)  © panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd (3)

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