Tipps rund um den Umzug

5 Tipps, die funktionieren: So bekommen Sie Ihre Traumwohnung

10. Januar 2018

Möchten Sie in eine Stadt oder Gemeinde ziehen, in der die schönen Wohnungen rar sind? In ein angesagtes Studentenviertel, in ein Quartier mit liebevoll renovierten Altbauwohnungen oder in einen Vorort, der wegen seiner Idylle und guten Nahverkehrsanbindung bei Familien begehrt ist? Dann wird es nicht so ganz leicht sein, Ihre Traumwohnung oder Ihr Traumhaus zu finden. Die Ihren Ansprüchen, Ihrem Geschmack und Ihrem Raumbedarf entspricht. Und die zudem noch einigermaßen bezahlbar ist.

Wie also suchen und vielleicht etwas finden, was nicht dutzende andere auch finden? Wie zu einer Wohnungsbesichtigung gehen, ohne der siebenundzwanzigste in der langen Schlange zu sein. Um dann eine Selbstauskunft auszufüllen und oft vergeblich auf die positive Entscheidung von Makler oder Eigentümer zu warten…

Wer seine Traumwohnung sucht, wird natürlich auf den großen Immobilienportalen schauen. Es lohnt sich auch, die eigenen Wünsche einzugeben, Wohnungsart, Lage, Quadratmeter, Anzahl der Zimmer und so weiter – um dann bei neuen Einträgen per E-Mail informiert zu werden. Dann ist zumindest die Chance gegeben, dass man zu den ersten gehört, die sich beim Vermieter oder Makler melden. Die Konkurrenz ist allerdings groß.

Die Chancen, mit etwas Glück die Traumwohnung zu finden, steigen, wenn Sie parallel zur klassischen Websuche andere Wege gehen. Zum Beispiel diese fünf:

1. Nichts Neues, aber seit Jahrzehnten effektiv: Netzwerke und Vitamin B!

Wer zum Beispiel in einer beliebten Unistadt studieren möchte, hat meist nicht das Glück, dass Oma oder der entfernte Onkel dort eine schöne Wohnung haben, die sie nicht (mehr) selbst nutzen. Auch werden er oder sie von den Kommilitonen an der Uni nicht erwarten können, dass diese zwei oder drei Tipps oder Adressen haben. Denn die meisten sind ja selbst auf der Suche.

Trotzdem lohnt es sich, alle, wirklich alle lieben Mitmenschen wissen zu lassen, dass und was Sie suchen. Sprechen Sie mit anderen „Erstsemestern“ drüber, aber auch mit Tutoren oder älteren Mitstudenten. Zumindest die Chance auf ein WG-Zimmer, deren Bewohner ja häufig wechseln, müsste dadurch deutlich steigen.

Wenn Sie wegen des Jobs in eine neue Stadt ziehen und vielleicht noch von Ihrer alten Bleibe dorthin pendeln: Dann lassen Sie es alle neuen Kollegen, Chefs, und, wenn es im Gespräch passt, auch nette Kunden oder Lieferanten wissen. Manchmal gibt es die schönsten Zufälle. Und manche Vermieter haben selbst keine Lust auf Massenbesichtigungen. Sie vermieten gerne an Menschen, die ihnen persönlich empfohlen wurden.

Und vielleicht zieht ja auch jemand wegen eines Firmenwechsels oder der Liebe wegen aus einem Trendviertel weg. Oder weil Familienzuwachs erwartet wird oder das Studium erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenn dieser Mieter sich an Ihr Gesuch erinnert, wird er Sie seinem Vermieter vielleicht als Nachmieter vorschlagen (oder, wenn er nur einige Jahre wegzieht, als temporärer Untermieter). Das ist vielen Vermietern lieber, als einen neuen, völlig fremden Mieter einziehen zu lassen. Erfolgreich Kontakte knüpfen und sich von anderen Suchenden abheben können Sie auch auf Online-Portalen, die etwas persönlicher als die großen Annoncen-Seiten sind. Nutzen Sie Ihr Xing- oder LinkedIn-Profil, oder posten Sie Ihr Gesuch auf Webseiten, auf denen nicht „jeder“ unterwegs ist. Zum Beispiel auf der lokalen Nebenan.de-Seite oder bei New in Town.

Hypothekenzinsen kann es trotzdem ein Weg sein, eine Wohnung zu erwerben. Insbesondere, wenn Sie mit Ihrem Ersparten (oder dem Ihrer Eltern) oder einem Erbe über ausreichend Eigenkapital verfügen. Gerade, wenn Sie in ein Trendviertel ziehen, ist es vielleicht eine gute Geldanlage für Sie oder Ihre Verwandten. Denn diese Viertel sind meist auch noch „in“, wenn Sie in einigen Jahren wieder ausziehen sollten… Dann kann die Wohnung mit Gewinn verkauft oder lukrativ vermietet werden.

 

 

2. Der gute alte Aushang: auch für Wohnungsgesuche!

Trotz nahezu perfekten Online-Angeboten: Es gibt sie noch. Die einfachen Handzettel, ausgedruckt oder fotokopiert, ans Schwarze Brett der Hochschule oder des Supermarktes gepinnt. Vielleicht sogar mit eingeschnittenen Streifen am unteren Ende, auf denen Ihre Handynummer in vertikaler Schrift steht. Sodass Interessierte die Nummer einfach abreißen können. Das Gute an dieser Methode ist, dass sie praktisch nichts kostet. Und dass Sie die Chance haben, mit einer ansprechenden Überschrift, mit einem originellen Text oder Bild Aufmerksamkeit zu erregen.

 

3. Die „Käseblätter“ – oft unterschätzt!

Fast in jeder Stadt und Gemeinde werden kostenlose Anzeigenblätter verteilt. Darin befindet sich so gut wie immer ein kleiner Immobilienteil, auch mit privaten Mietangeboten. Natürlich inserieren dort auch örtliche oder überregionale Makler. Und viele der angebotenen Objekte werden natürlich auch im Web, auf Immobilienscout24, Immonet & Co. angeboten. Aber es gibt tatsächlich noch Vermieter, die auf die lokalen Strukturen eines Anzeigenblattes (oder auch der regionalen Tageszeitung) setzen, die auf die Inserate in Internetportalen verzichten.

Wenn Sie sich auf diese gedruckten Anzeigen melden, ist zumindest die Chance größer, dass nicht jeder Wohnungssuchende diese Annonce gesehen hat. Sie können unter Umständen leichter einen Termin bekommen und konkurrieren bei der Besichtigung mit weniger „Double Income No Kids“-Mustermietern. Bei manchen ist es sogar möglich, direkt anzurufen, ohne dass diese wegen unzähliger Anrufe genervt den Hörer daneben legen…

 

4. Mal etwas „seitwärts“ schauen!

Häufig werden einzelne Viertel, zum Beispiel wegen der schönen Altbauwohnungen, des Images oder einer besonderen Szene, regelrecht „überrannt“. Wie Prenzlauer Berg und Kreuzberg in Berlin, Schanze, Ottensen und Eimsbüttel in Hamburg oder Glockenbachviertel und Haidhausen in München. Schauen Sie einfach mal in Google Maps oder im Stadtplan: Häufig gibt es 10 Gehminuten oder eine U-Bahn-Station weiter Viertel, deren Namen keiner kennt.

Klar, findige Makler vermarkten die dann auch mit „in Laufweite zum Szenekiez XY“. Aber manche Vermieter inserieren nur mit dem unbekannteren Namen. So sinkt eventuell die Anzahl der Interessenten und damit der Mitbewerber um die Wohnung. Insbesondere die Wohnungssuchenden, die in den Portalen keine Umkreissuche durchführen, finden diese Wohnung dann nicht. Vielleicht ist Ihre Traumwohnung ja in Treptow, einen Steinwurf von Kreuzberg entfernt. Oder in Stellingen, dem unterschätzten „Autobahn- und Stadionviertel“, das nördlich an Hamburg-Eimsbüttel angrenzt – und mit einigen Altbauten, Villen und viel Grün überrascht.

Oder Sie werden in einem völlig anderen Viertel, wo „eigentlich keiner hin will“, fündig. Viele berüchtigte Hochhausgettos oder frühere Plattenbauten bieten inzwischen top renovierte, bezahlbare Wohnungen: Die haben innen mehr Komfort und Stil als so manche Wohnung im Nobelviertel. Und oft gibt es nur hundert Meter neben der vielstöckigen Mietskaserne aus den 1960er Jahren hübsche Straßenzüge mit Altbaufassaden, in Vierteln, wo es keiner erwartet… Diese Ecken haben häufig einen besonderen Reiz. Weil sie (noch) nicht so „gentrifiziert“ sind wie manch teuer gewordene Szeneviertel, das fast schon so trendy ist, dass es steril wirkt.

Vielleicht sind Sie auch ein begnadeter Heimwerker oder eine kreative Bastlerin? Dann wird aus einer „08-15“-Wohnung in einer „Normalo-Lage“ unter Ihren Händen die individuelle Traum- und Szenewohnung!

 

 

5. Kaufen statt mieten!

Traumwohnungen in guten Lagen sind natürlich teuer zu erwerben. Aber in Zeiten niedriger Hypothekenzinsen kann es trotzdem ein Weg sein, eine Wohnung zu erwerben. Insbesondere, wenn Sie mit Ihrem Ersparten (oder dem Ihrer Eltern) oder einem Erbe über ausreichend Eigenkapital verfügen. Gerade, wenn Sie in ein Trendviertel ziehen, ist es vielleicht eine gute Geldanlage für Sie oder Ihre Verwandten. Denn diese Viertel sind meist auch noch „in“, wenn Sie in einigen Jahren wieder ausziehen sollten… Dann kann die Wohnung mit Gewinn verkauft oder lukrativ vermietet werden.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Suche auf kreativen Pfaden – auf, dass Sie bald Ihr Traum-Zuhause finden!

 

Quelle der Fotos ist:

© panthermedia.net / Yaruta (1) ;

© panthermedia.net / ridofranz (2) ;

© panthermedia.net / Wavebreakmedia ltd (3)

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